Archiv für den Monat: April 2022

Ostern 2022

Wohl kaum jemand hätte vor einem Jahr das diesjährige Osterfest in einem so anderen Kontext gesehen, doch die politisch-gesellschaftliche Situation in Europa hat sich durch den russischen militärischen Angriff auf die Ukraine drastisch verändert. Wir werden damit sicher lange leben müssen; zusammen mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie sieht es nicht so aus, als ob wir in das Leben, das wir zum Beispiel noch im Jahr 2019 geführt haben, zurückkehren werden.

Dennoch ist Ostern eines der großen vom Christentum geprägten Feste im Laufe eines Jahres. Nutzen wir es für ein Innehalten, für das Sammeln neuer Kräfte.

Die SPD Emden Ost wünscht allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt ein entspannendes Osterfest, eine Pause vom Alltag. Nutzen wir den beginnenden Frühling, um gestärkt weiterzuleben und uns für unsere Ziele, Wünsche und Träume einzusetzen.

Vielleicht sehen wir uns beim Osterfeuer in Wolthusen.

Foto: Jill Wellington / Pixabay

Es gibt wieder einen Ostermarsch

Nach coronabedingter Pause findet wieder ein Ostermarsch in Emden statt. Hier ist der Originaltext des Aufrufes, der sicherlich in einigen Passagen nach dem russischen Überfall auf die Ukraine diskutiert werden muss:

Stoppt den Krieg in der Ukraine! Остановите войну!

Wir fordern den sofortigen Stopp des völkerrechtswidrigen Angriffs der russischen Armee (auf Befehl des Staatspräsidenten Wladimir Putin) auf die Ukraine, den Rückzug aller Truppen und eine Rückkehr an die Verhandlungstische.

Wir treten für die Ächtung und das Verbot von Angriffskriegen weltweit ein. Kriege gehen einher mit Verbrechen an der Zivilbevölkerung, der Umwelt und befördern die Klimakatastrophe.

Unsere Solidarität gilt allen Menschen in der Ukraine und allen, die an den Folgen von Kriegen leiden. Wir fordern, dass die EU ihre Grenzen für Geflüchtete öffnet, Flüchtende aufnimmt und unterstützt.

Wir lehnen weiterhin Waffenlieferungen in Krisen- und Kriegsgebiete ab. Waffenlieferungen sind kriegstreibend.

Forderungen aus Deutschland nach militärischer Aufrüstung oder Beteiligung weisen wir entschieden zurück. Wir sind sehr erschrocken über die Pläne zur Aufrüstung der Bundeswehr – mit z.B. bewaffneten Drohnen und Abschusssystemen für Atomwaffen – sowie über die Rückkehr zu Militarismus und Abschreckungsdenken des „kalten Krieges“.

Wir rufen in dieser schwierigen Lage zur Besonnenheit auf, um eine weitere Eskalation des Krieges zu verhindern. Aktuelle Drohungen insbesondere mit Blick auf die Atomwaffenarsenale dieser Welt erfüllen uns mit großer Sorge. Die Lage verdeutlicht die Notwendigkeit des Atomwaffenverbotsvertrags und internationaler Vereinbarungen zu atomarer Abrüstung.

Die Vision einer gesamteuropäischen Friedensordnung rückt durch den Krieg in weite Ferne. Nur durch die Einstellung der Kampfhandlungen und die Erarbeitung nachhaltiger Lösungen können Perspektiven für ein friedliches Zusammenleben wiederhergestellt werden.

Wir unterstützen alle gewaltfreien Proteste in Russland, der Ukraine und anderen Teilen der Welt, die die Einstellung der Kriegshandlungen fordern und sich für friedliche Lösungen einsetzen.

Deshalb fordern wir: Die Waffen nieder!